Thermoformen
Das Thermoformen ist der Prozess, der Platten aus thermoplastischem Material in dreidimensionale Schalen, Tabletts, Bauteile und Verpackungen umformt, indem das plastische Verhalten von Polymeren oberhalb ihrer Glasübergangstemperatur ausgenutzt wird. Der Produktionszyklus ist einfach: Die Platte wird gleichmäßig in einem Ofen oder unter Infrarotlampen erwärmt, bis sie einen formbaren Zustand erreicht, dann über eine Form gelegt und durch Vakuum (Vakuumformen) oder Druckluft (Druckformen) zur genauen Anpassung an deren Geometrie gezwungen, bevor sie abkühlt und die aufgeprägte Form beibehält.
Die am häufigsten verarbeiteten Materialien sind ABS, PETG, HIPS, Polycarbonat und HDPE in Stärken von 0,5 bis 8 mm. Der entscheidende Vorteil gegenüber dem Kaltspritzguss sind die Formkosten — Formen können aus Holz, Harz oder Aluminium hergestellt werden —, was die Technologie für Prototypen und Kleinstserien zugänglich macht. Im Maker-Bereich ermöglichen Desktop-Thermoformmaschinen die Reproduktion von Bauteilen, Masken, Werkzeugkoffern und kundenspezifischen Frontplatten, mit geringem Investitionsaufwand und kurzen Rüstzeiten.
Maschinen für dieses Verfahren
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