Umformen
Umformverfahren zeichnen sich durch ein grundlegendes Prinzip aus: die Geometrie eines Materials unter Ausnutzung seiner natürlichen Plastizität zu verändern, ohne Masse hinzuzufügen oder abzutragen. Dieser Ansatz wird in der Industrie besonders geschätzt, weil er die strukturelle Kontinuität der Materialfasern intakt hält und oft deren mechanische Eigenschaften verbessert. Im Bereich der Blechbearbeitung spielen Tiefziehen und Pressen eine Hauptrolle: durch die immense Kraft von Pressen und Werkzeugen werden flache Metallbleche gestreckt und geformt, um komplexe, konkave dreidimensionale Geometrien anzunehmen, von Automobilblechen bis zu Gehäusen von Haushaltsgeräten. Parallel dazu setzen Walzwerke für die Herstellung der Halbzeuge selbst riesige gegenläufige rotierende Zylinder ein, um das Metall warm oder kalt zu komprimieren und zu verdünnen und so Endlosbleche oder Strukturprofile mit streng kalibrierten Dicken zu erzeugen. Für lokalere geometrische Veränderungen kommt hingegen das Biegen zum Einsatz, ein Vorgang, der Maschinen wie Abkantpressen anvertraut wird, die scharfe Winkel, Krümmungen und präzise Kanten entlang definierter Achsen des Werkstücks einprägen. Schließlich bietet das Thermoformen beim Übergang von der Welt der Metalle zu jener der Polymere eine geniale Lösung zur Herstellung von Schalen und Verpackungen: eine Kunststoffplatte wird erhitzt, bis sie einen formbaren Zustand erreicht, und dann durch Anlegen von Vakuum oder Luftdruck perfekt an eine dreidimensionale Form angepasst. Insgesamt ermöglichen diese Technologien, die Materie zu formen und dabei sehr hohe Produktionsvolumina und ein hervorragendes Kosten-Nutzen-Verhältnis zu gewährleisten.
Maschinen für dieses Verfahren
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