Plasmaschneiden
Das Plasmaschneiden nutzt einen Strahl ionisierten Gases bei extrem hoher Temperatur — das Plasma — um Metall entlang des Schneidpfades zu schmelzen und auszustoßen. Das Prinzip ist elektrisch: Ein Pilotlichtbogen ionisiert das Schneidgas (Druckluft, Stickstoff, Sauerstoff oder Edelgasgemische), das durch eine verengte Düse strömt und Temperaturen zwischen 20.000 und 50.000 K erreicht — genug, um jedes leitfähige Metall zu schmelzen. Die hohe Strömungsgeschwindigkeit treibt das geschmolzene Material aus und erzeugt einen sauberen Schnitt.
Die Technologie eignet sich besonders für leitfähige Metallbleche — Kohlenstoffstahl, Edelstahl, Aluminium, Kupfer, Messing — mit Dicken von 0,5 mm bis über 80 mm bei Profilanlagen. Im Vergleich zum CO₂-Laserschneiden von Metallen bietet Plasma höhere Schnittgeschwindigkeiten bei dicken Materialien und deutlich niedrigere Maschinenkosten; die Schnittqualität (Fase, WEZ) ist in der Regel schlechter als bei Hochleistungs-Faserlasern, aber ausreichend für mechanische Strukturen, Rahmen, Paneele und nicht sicherheitsrelevante Bauteile. Im Maker- und Werkstattbereich stellen Desktop-CNC-Plasmaanlagen und Portalsysteme einen erschwinglichen Weg zum Blechschneiden außerhalb des Laserbudgets dar.
Maschinen für dieses Verfahren
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