Brennöfen (Kiln)
Brennöfen (Kiln) sind Maschinen, die plastische und ungebrannte Materialien — Ton, Keramik, Glasuren — in gehärtete und verglaste Manufakte durch die Anwendung von kontrollierter Wärme bei Temperaturen von typischerweise 800 °C (Terrakotta) bis 1.300 °C (Porzellan) umwandeln. Das Brennen löst irreversible physikochemische Reaktionen aus: Verdampfung des Restwassers, Verbrennung organischer Bindemittel, Sinterung der Tonpartikel und bei Glasuren das Schmelzen und Erstarren zu einer kontinuierlichen Glasschicht.
Das Temperaturprofil — Aufheizkurve, Höchsttemperatur, Haltezeit und Abkühlgeschwindigkeit — ist der kritische Parameter: falsche Kurven verursachen Rissbildung, Verzug oder fehlerhafte Verglasung. Elektrische Kammerbrenner sind im Maker- und Hobby-Keramikbereich wegen der Präzision der Steuerung am weitesten verbreitet; Gas- oder Holzbrenner (Raku, Anagama) bieten atmosphärische Effekte, die mit einem Elektrobrenner unmöglich sind. Kleine Brennöfen von 10–80 Litern ermöglichen das Brennen in einem oder zwei Schritten (Schrühbrand + Glasurbrand).
Maschinen für dieses Verfahren
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