LAV-TER · Verfahren

Wärmebehandlung

Wärmebehandlung — illustrazione di categoria

Thermische Verfahren stellen eine übergreifende und grundlegende Phase der Fertigung dar, in der die kontrollierte Anwendung extremer Hitze genutzt wird, um den physikalischen Zustand, die Mikrostruktur oder die mechanisch-chemischen Eigenschaften der Materialien zu verändern. Die Grundlage der traditionellen plastischen Bearbeitung bilden die Schmiedefeuer, die Metalle auf Glühtemperaturen bringen, um sie formbar und bereit für Verformung und Schmieden zu machen. Über den Erweichungspunkt hinausgehend, ermöglicht der Schmelz- und Tiegelprozess hingegen, Legierungen in hochbeständigen feuerfesten Gefäßen vollständig zu verflüssigen, um die Materie anschließend in entsprechende Formen zu gießen und Rohbauteile mit komplexen Geometrien zu gewinnen. Bei unterschiedlichen, aber gleichermaßen kritischen Temperaturregimen arbeitend, spielen Brennöfen eine wesentliche Rolle bei der Vernetzung von Polymeren, der Aushärtung industrieller Pulverlacke oder der Sinterung von Keramiken und gewährleisten die Stabilität und Aushärtung des Endprodukts. Schließlich greift man für die höchste Optimierung der technischen Leistung auf die Wärmebehandlung von Metallen zurück: durch streng kalibrierte Zyklen von Erhitzen und Abkühlen (wie Härten, Anlassen oder Glühen) ist die Industrie in der Lage, die innere Kristallstruktur der Bauteile zu verändern und deren Oberflächenhärte, Zähigkeit oder Bearbeitbarkeit gezielt zu erhöhen. Zusammen formen diese Technologien das Wesen der Materie selbst und stellen sicher, dass jedes Werkstück den extremsten Beanspruchungen seines Lebenszyklus standhalten kann.

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