Keramik, Steine und Mineralwerkstoffe · Gips und Zement

Gips (Calciumsulfat-Dihydrat)

Plaster of ParisGypsumCaSO4·½H2OGesso alabastrinoGesso da modellazione

Häufige Fragen

Kann Gips (Calciumsulfat-Dihydrat) mit Laser geschnitten werden?

Nein: Gips (Calciumsulfat-Dihydrat) ist nicht für den Laserschnitt geeignet. Es ist eine ausreichende Absaugung/Belüftung erforderlich.

Kann Gips (Calciumsulfat-Dihydrat) per CNC bearbeitet werden?

Ja: Gips (Calciumsulfat-Dihydrat) kann per CNC gefräst werden.

Ist Gips (Calciumsulfat-Dihydrat) lebensmittelecht?

Nein, Gips (Calciumsulfat-Dihydrat) gilt nicht als lebensmittelecht.

Physikalische Eigenschaften

Dichte1000,0–1300,0 kg/m³
Zugfestigkeit3,0 MPa
Wärmeausdehnung20,0 µm/m·K
FeuchtigkeitsaufnahmeHoch

Laserbearbeitung

SchneidenNein
GravurJa
DämpfeBelüftung erforderlich

Die Laserablation von Gips erzeugt Calciumsulfat-Feinstaub und mögliche Calciumoxide. Reizend für die Atemwege. Belüftung und direkte Absaugung empfohlen.

CO₂: Die CO₂-Lasergravur auf Gips erzeugt eine matte Markierung durch Ablation der Oberflächenschicht. Das Material ist porös und absorbiert Wärme ungleichmäßig; das Ergebnis ist eine leichte Gravur, geeignet für Dekorationen auf gehärteten Gipsformen. Niedrige Leistung (20–40 % auf 40-W-Maschinen), um thermische Risse zu vermeiden. Schneiden ist unmöglich: Gips ist zu spröde und splittert.

Diode: Schlechte Ergebnisse auf weißem Gips. Blaue Diodenlaser haben geringe Absorption auf hellen Oberflächen. Mit maximaler Leistung möglich, aber inkonsistente Ergebnisse.

Faser: In Standard-Maker-Kontexten nicht anwendbar.

CNC- / Fräsbearbeitung

BearbeitbarkeitJa
WerkzeugverschleißGering
AbsplitternNeigt zum Absplittern

Gehärteter Gips ist eines der am einfachsten zu fräsenden Materialien überhaupt: weich (Mohs 2), nicht abrasiv, schmilzt nicht. Standard-HSS- oder Hartmetallfräser funktionieren hervorragend. Großzügige Zustelltiefen sind möglich, aber die Sprödigkeit erfordert moderate Vorschubgeschwindigkeiten, um Werkstückbruch zu vermeiden. Trockenfräsen bevorzugt (Wasser reaktiviert restlichen Gips). Staubabsaugung verwenden.

Nachbearbeitung

Schleifen: Gips lässt sich leicht mit trockenem Schleifpapier der Körnung 80 bis 240 bearbeiten. Nassschleifen unbedingt vermeiden: Gips absorbiert Wasser und erweicht. Für sehr feine Oberflächen feinen Schleifschwamm (240–400) verwenden. Die endgültige Politur wird mit Gipswachs oder geschliffenem Acrylprimer erzielt.

Grundierung: erforderlich. Gips ist extrem porös und absorbiert Farben direkt, was zu übermäßigem Farbverbrauch führt. Vor dem Streichen eine oder zwei Schichten verdünnten Acrylprimer (1:1 mit Wasser) oder verdünnten PVA als Isolierung auftragen. Acrylgesso (gipsspezifischer Primer) ist das ideale Produkt.

Verkleben: Standard-PVA funktioniert gut auf porösen Gipsoberflächen. Für strukturelle Reparaturen: Cyanacrylat-Gel oder Zweikomponenten-Epoxidharz. Lösungsmittelhaltige Klebstoffe vermeiden, die die Oberfläche beschädigen können. Die Oberfläche muss trocken sein: feuchter Gips haftet nicht.

Ablagerung: Flüssiggips benötigt 20–40 Minuten zum Abbinden (anfängliche Härtung) und 24–72 Stunden, um die maximale mechanische Festigkeit zu erreichen. Nicht vor vollständiger Härtung bearbeiten.

Mit der Zeit: Gips ist feuchtigkeitsempfindlich: Umgebungen mit relativer Luftfeuchtigkeit >70 % schwächen ihn zunehmend und können Quellungen oder Oberflächenablösungen verursachen. In trockenen Umgebungen ist er jahrzehntelang stabil. Nicht für Außenanwendungen oder feuchte Umgebungen ohne spezifische Imprägnierung geeignet.

Häufige Defekte

  • Bruch und Absplittern an scharfen Kanten und dünnen Querschnitten beim Fräsen
  • Quellen und Festigkeitsverlust durch Aufnahme von Umgebungsfeuchtigkeit
  • Schwindung und Oberflächenrisse wenn der Gipsbrei mit zu viel Wasser angemischt wurde

Sicherheit

AtemwegeRisiko
HautReizend
BrandGering
Lebensmittelecht (roh)Nein
Lebensmittelecht (veredelt)Nein

Empfohlene PSA: mask_ffp1, eye_protection, gloves_disposable

Gipsstaub (beim Mischen von Trockengips oder bei der mechanischen Bearbeitung) reizt Augen, Nase und Rachen. Nicht als krebserregend eingestuft, aber längere Exposition wird nicht empfohlen. FFP1-Maske für gelegentliche Arbeiten, FFP2 für längere Arbeiten. Schnell abbindender Gips erzeugt während der exothermen Reaktion Wärme — Hände nicht in große Mengen abbindenden Gipses tauchen.

Verfügbarkeit und Formate

Verfügbarkeit EUBreit verfügbar
Verfügbarkeit USBreit verfügbar
Typischer Preis5–20 €/kg (feiner Alabastergips); 2–5 €/kg (Baugips)

Handelsübliche Formate: Pulver in 1–25kg Säcken, Vorgegossene Blöcke für Bildhauerei, Gipskartonplatten, Fertigformen

Verwandte Materialien

Quellen

  • EN 13279-1 — Leganti a base di solfato di calcio — Definizioni e requisiti
  • Smooth-On — Plaster of Paris Technical Data Sheet
  • Epilog Laser — Engraving on Plaster/Gypsum Application Note

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