Kunstharz-3D-Druck
Der Kunstharz-3D-Druck gehört zur Familie der Fotopolymerisation: Anstatt ein festes Filament zu extrudieren, nutzen diese Maschinen ultraviolettes Licht, um ein lichtempfindliches flüssiges Harz selektiv zu verfestigen und das Objekt Schicht für Schicht mit einer Maßgenauigkeit und Oberflächenqualität aufzubauen, die dem FDM deutlich überlegen sind. Die drei Haupttechnologien — SLA (Punktlaser), DLP (digitale Projektion via DMD-Chip) und MSLA (LCD-Maske) — teilen dasselbe Grundprinzip, unterscheiden sich jedoch in der Lichtquelle, der Geschwindigkeit und den Kosten. MSLA dominiert heute dank seines Preis-Leistungs-Verhältnisses das Consumer-Segment.
Die Stärke der Kategorie liegt in der Auflösung: Schichtstärken typischerweise zwischen 25 und 100 µm und nahezu treppenfreie Oberflächen machen sie zur bevorzugten Wahl für Schmuck, Modellbau, ästhetische Prototypen sowie Dental- und Medizinapplikationen. Das Spektrum verfügbarer Harze hat sich in den letzten Jahren erheblich erweitert und umfasst starre, flexible, hitzebeständige, ausbrennbare und biokompatible Formulierungen.
Die Hauptnachteile betreffen die obligatorische Nachbearbeitung — Waschen in Lösungsmitteln (IPA oder dedizierte Lösungen) und UV-Nachhärtung — sowie den Umgang mit ungehärtetem Harzabfall, der in Bezug auf Sicherheit und Entsorgung besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Die Bauvolumen bleiben insgesamt kleiner als beim FDM, insbesondere im Desktop-Segment.
Maschinen für dieses Verfahren
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