UV-Epoxidharz
Häufige Fragen
Kann UV-Epoxidharz mit Laser geschnitten werden?
Nein: UV-Epoxidharz ist nicht für den Laserschnitt geeignet. Es setzt jedoch giftige Dämpfe frei — Bearbeitung nicht empfohlen.
Kann UV-Epoxidharz per CNC bearbeitet werden?
Mit einigen Einschränkungen: UV-Epoxidharz kann per CNC gefräst werden.
Kann UV-Epoxidharz im 3D-Druck verarbeitet werden?
Ja, mit Harz.
Ist UV-Epoxidharz lebensmittelecht?
Nein, UV-Epoxidharz gilt nicht als lebensmittelecht.
Physikalische Eigenschaften
| Dichte | 1100,0–1200,0 kg/m³ |
|---|---|
| Zugfestigkeit | 40,0 MPa |
| Glasübergang (Tg) | 40,0 °C |
| Wärmeausdehnung | 60,0 µm/m·K |
| Feuchtigkeitsaufnahme | Gering |
Laserbearbeitung
Die thermische Zersetzung von ausgehärtetem UV-Harz setzt Dämpfe von Photoinitiatoren (Benzophenon, TPO), gasförmiges BPA und andere flüchtige organische Verbindungen frei. HEPA- + Aktivkohlefilter-Absaugung erforderlich.
CO₂: Duroplast: nicht mit CO2-Laser schneidbar. Die Gravur auf vollständig ausgehärteten Teilen erzeugt unregelmäßige Verbrennungen mit giftigen Dämpfen. Nicht empfohlen.
Diode: Nicht anwendbar.
Faser: Im Maker-Kontext nicht anwendbar.
CNC- / Fräsbearbeitung
Auf vollständig ausgehärteten Objekten ist UV-Harz mit Vollhartmetallfräsern fräsbar. Die typischerweise kleinen Abmessungen von UV-Harz-Teilen begrenzen die CNC-Anwendungen. Moderate Geschwindigkeiten, niedrige Vorschübe, eigene Absaugung für Feinstaub.
3D-Druck
Nachbearbeitung
Schleifen: Hervorragendes progressives Schleifen von 400 bis 3000 Körnung mit nassem Siliziumkarbid-Schleifpapier. Die Endpolitur mit Autopoliturpaste oder Politur ergibt kristallklare Transparenz.
Grundierung: Benötigt keine Grundierung für direktes Polieren. Zum Lackieren auf ausgehärtetem UV-Harz mit 320er Körnung schleifen, um mechanische Haftung zu gewährleisten.
Verkleben: Flüssiges UV-Harz kann als Einkomponenten-Klebstoff verwendet werden: zwischen zwei transparente Oberflächen einbringen und mit 365-nm-UV-Lampe bestrahlen. Auf opaken Oberflächen erreicht die Strahlung die Klebefuge nicht und die Aushärtung findet nicht statt. Für opake Verbindungen Zweikomponenten-Epoxidharz verwenden.
Mit der Zeit: Zufriedenstellende chemische Beständigkeit nach Aushärtung. Ohne UV-Stabilisatoren vergilbt es bei Sonneneinstrahlung innerhalb weniger Monate. Formulierungen mit HALS und UV-Filtern verlängern die Lebensdauer erheblich. Weniger hitzebeständig als Zweikomponenten-Harze (niedrigere Tg).
Häufige Defekte
- Teilaushärtung in der Tiefe — UV dringt in Standardformulierungen nicht tiefer als 3–5mm; schichtweise bestrahlen
- Klebriges Finish nach Aushärtung (Sauerstoffinhibierung) — in sauerstofffreier Umgebung oder mit Anti-Sauerstoff-Formulierungen bestrahlen
- Schnelles Vergilben ohne UV-Stabilisatoren in Billigformulierungen
- Luftblasen in dicken Stücken — 5 Minuten nach Gießen ruhen lassen bevor UV-Belichtung
Sicherheit
Empfohlene PSA: gloves_nitrile, eye_protection_uv, mask_a1
UV-Harz in flüssiger Form enthält Photoinitiatoren (z. B. TPO, Benzophenon), die hautsensibilisierend und photosensibilisierend wirken. Hautkontakt durch Nitrilhandschuhe vermeiden. Flüssiges Harz nicht ohne Augenschutz UV-Licht aussetzen: 365-nm-UV-Strahlung ist krebserregend für die Netzhaut. Ausreichende Belüftung während der Verarbeitung.
Verfügbarkeit und Formate
Handelsübliche Formate: Flaschen 30ml, 100ml, 500ml, Einweg-Spritze/Dosierer 10ml, Gefärbte, fluoreszierende oder Glimmer-Formulierungen
Verwandte Materialien
Quellen
- Solarez UV Resin — Technical Information Sheet
- ANYCUBIC Resin Safety Data Sheet
- UVtools documentation — Resin properties database
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