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Chromgegerbtes Leder

Chrome-tanned leatherWet bluePelle cromo

Häufige Fragen

Kann Chromgegerbtes Leder mit Laser geschnitten werden?

Mit einigen Einschränkungen: Chromgegerbtes Leder kann mit Laser geschnitten werden. Es setzt jedoch giftige Dämpfe frei — Bearbeitung nicht empfohlen.

Kann Chromgegerbtes Leder per CNC bearbeitet werden?

Nein: Chromgegerbtes Leder ist nicht für die CNC-Fräsung geeignet.

Ist Chromgegerbtes Leder lebensmittelecht?

Nein, Chromgegerbtes Leder gilt nicht als lebensmittelecht.

Physikalische Eigenschaften

FeuchtigkeitsaufnahmeMittel

Laserbearbeitung

SchneidenMit Einschränkungen
GravurMit Einschränkungen
DämpfeToxisch

Die Chromgerbung verwendet Chrom-III-Salze, die unter intensiver Erhitzung (wie der vom Laser erzeugten) zu Chrom VI oxidieren können. Cr(VI) ist von der IARC als Karzinogen der Gruppe 1 eingestuft. Eine Filteranlage mit HEPA und spezifischer Aktivkohle für Schwermetalle ist zwingend erforderlich. Eine Standardabsaugung allein ist unzureichend.

CO₂: Technisch möglich, aber ohne speziell für Schwermetalle ausgelegte Filteranlage dringend abzuraten. Die im Gerbprozess vorhandenen Chrom-III-Salze können während des thermischen Laserprozesses zu Chrom VI (krebserregend) oxidieren. Für Laserarbeiten immer pflanzlich gegerbtes Leder bevorzugen.

Diode: Es gelten die gleichen Warnhinweise wie bei CO2. Das Risiko der Oxidation zu Cr(VI) besteht bei jeder thermischen Laserquelle.

Faser: Nicht anwendbar.

CNC- / Fräsbearbeitung

BearbeitbarkeitNein

Nicht auf CNC mit traditionellen Fräsern bearbeitbar: die faserige und flexible Struktur wickelt sich um das Werkzeug. Leder wird mit scharfen Klingen geschnitten, nicht mit rotierenden Fräsern.

Plotter und Thermoformen

SchneideplotterJa

Ein Klingenplotter (ohne thermische Quelle) ist die sicherste Methode zur Bearbeitung von chromgegerbtem Leder. Tiefe Klingen speziell für Leder und stark haftende Schneidematten verwenden. Erfordert keine besonderen Schutzmaßnahmen über die für pflanzlich gegerbtes Leder hinaus.

Nachbearbeitung

Schleifen: Auf der Fleischseite schleifbar, um die Dicke auszugleichen. Erzeugt Feinstaub mit Chromsalzrückständen: FFP2-Maske oder höher tragen.

Grundierung: Nicht anwendbar. Leder wird typischerweise mit spezifischen Lederfarben und -finishes bearbeitet, nicht mit generischen Primern.

Verkleben: Klebbar mit Kontaktkleber (Neopren) oder Polyurethan-Klebstoffen für Leder. Oberflächen durch leichtes Anschleifen der Fleischseite vor dem Auftragen vorbereiten.

Ablagerung: In trockener, belüfteter Umgebung fern von direktem Sonnenlicht lagern. Chromgegerbtes Leder ist bei wechselnder Luftfeuchtigkeit dimensionsstabiler als pflanzlich gegerbtes.

Mit der Zeit: Die Chromgerbung erzeugt ein weicheres, elastischeres und wasserbeständigeres Leder als die pflanzliche Gerbung. Es altert, ohne die typische bernsteinfarbene Patina von pflanzlich gegerbtem Leder zu entwickeln. Chromgegerbtes Leder behält seine gleichmäßige Farbe und Flexibilität über Jahrzehnte.

Häufige Defekte

  • Risiko der Chrom-VI-Emission bei der Wärmebearbeitung (Laser, Brandmalerei)
  • Anhaltender chemischer Geruch typisch für Chromsalzrückstände
  • Visuell kaum von pflanzlich gegerbtem Leder ohne Gerberei-Kennzeichnung zu unterscheiden

Sicherheit

AtemwegeRisiko
BrandGering
Lebensmittelecht (roh)Nein
Lebensmittelecht (veredelt)Nein

Empfohlene PSA: mask_p3, eye_protection

Niemals ohne schwermetallspezifische Filtration mit Laser bearbeiten. Beim Schleifen immer FFP3-Maske tragen, um das Einatmen von chromhaltigen Stäuben zu vermeiden. Rückstände gemäß den Vorschriften für Sonderabfälle mit Schwermetallen entsorgen.

Verfügbarkeit und Formate

Verfügbarkeit EUBreit verfügbar
Verfügbarkeit USBreit verfügbar
Typischer Preis4–15 €/dm²

Handelsübliche Formate: Ganze Schultern und Seiten, Zugeschnittene Streifen, Reste

Verwandte Materialien

Quellen

  • IARC Monographs Vol. 100C — Chromium VI compounds carcinogenicity classification
  • ISO 17075 — Leather determination of chromium VI content
  • REACH Regulation EC 1907/2006 — Annex XVII chromium VI restrictions

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