Linde
Häufige Fragen
Kann Linde mit Laser geschnitten werden?
Ja: Linde kann mit Laser geschnitten werden. Es ist eine ausreichende Absaugung/Belüftung erforderlich.
Kann Linde per CNC bearbeitet werden?
Ja: Linde kann per CNC gefräst werden.
Ist Linde lebensmittelecht?
Ja, Linde ist auch im Rohzustand lebensmittelecht.
Physikalische Eigenschaften
| Dichte | 400,0–560,0 kg/m³ |
|---|---|
| Janka-Härte | 2200,0 N |
| Feuchtigkeitsaufnahme | Mittel |
Laserbearbeitung
Typische organische Dämpfe von weichem/mittlerem Holz. Keine spezifischen Giftstoffe in der Linde. Standardabsaugung empfohlen.
CO₂: Eines der besten europäischen Hölzer für den Laser dank niedriger Dichte (400–560 kg/m³) und homogener diffusporöser Struktur. Sauberer Schnitt bis 8–10 mm mit 40 W bei moderaten Geschwindigkeiten. Die Gravur ist von ausgezeichneter Qualität: das sehr feine Korn und die helle Farbe (Weiß-Elfenbein) erzeugen präzise Details und scharfe Kontraste. Ideal für Laserprototypen, Logos, dekorative Paneele. Zeigt nicht die Unregelmäßigkeiten ringporöser Hölzer. Höhere Vorschubgeschwindigkeit als bei Harthölzern empfohlen, um übermäßige Kantenverkohlung zu vermeiden.
Diode: Hervorragendes Ansprechen auf Dioden. Schneiden bis 5–6 mm mit 10 W+ Dioden möglich. Sehr hochwertige Fotogravur dank des sehr feinen Korns.
Faser: Nicht anwendbar.
CNC- / Fräsbearbeitung
Ideales Material für Feinfräsung und Detailschnitzerei. Niedrige Härte erfordert andere Strategien als Harthölzer: die Tendenz liegt nicht beim Ausreißen, sondern beim Komprimieren und Verformen der Fasern bei stumpfen Fräsern. Scharfe, schnelle Fräser (18.000–24.000 U/min für 3–6 mm Fräser) mit mittlerem Spandicke (0,06–0,12 mm/Zahn) erzeugen fast fertigungsfertige Oberflächen. Die Weichheit des Holzes erlaubt 3D-Schnitzarbeiten mit kleinen Kugelkopffräsern (1–3 mm) mit hervorragenden Ergebnissen. Empfohlen für CNC-Skulpturen und digitale Modellierarbeiten.
Nachbearbeitung
Schleifen: Sehr einfaches Schleifen. Körnung 150 → 180 → 240 → 320. Die Weichheit des Holzes erfordert leichten Druck, um tiefe Kratzer durch grobes Schleifpapier zu vermeiden. Linde hat keine offene Pore: kein Porenfüller nötig. Die fein geschliffene Oberfläche hat ein fast samtiges Aussehen. Auf Aststellen achten, die etwas härter sind.
Grundierung: Hervorragendes Ansprechen auf alle Lacksysteme dank der feinen und gleichmäßigen Porenstruktur. Für Klarlacke kein Porenfüller erforderlich. Wasserbasierte Pigmente werden gleichmäßig aufgenommen und produzieren homogene Farben. Ideal als Grundlage für Malerei und Vergoldung.
Verkleben: Sehr gute Verleimung mit PVA D3/D4. Das gleichmäßige Korn ermöglicht perfekte Verbindungen. Die Weichheit des Holzes erfordert moderaten Anpressdruck, um die Fasern in der Klebezone nicht zu komprimieren.
Ablagerung: Einfache Trocknung dank niedriger Dichte. Linde trocknet schnell und problemlos. Ziel-Holzfeuchte 8–10%. Keine nennenswerten inneren Spannungen.
Mit der Zeit: Linde ist in variablen Feuchtigkeitsbedingungen weniger stabil als Harthölzer: die niedrige Dichte macht sie anfälliger für saisonale Maßänderungen. In stabilen Innenräumen hat sie gute Haltbarkeit. Nicht für den Außeneinsatz ohne Schutz geeignet.
Häufige Defekte
- Empfindlichkeit für Kratzer und Dellen durch geringe Härte
- Stärker ausgeprägte Maßänderungen bei Luftfeuchtigkeit im Vergleich zu Harthölzern
- Vergilbung unbehandelter Oberflächen durch Luftexposition
- Häufige Äste in Querschnitten junger oder Niederwald-Stämme
Sicherheit
Empfohlene PSA: mask_p3, eye_protection
Staub als krebserregend eingestuft (Laubholz, IARC). Der feine Lindenstaub kann feiner als bei anderen Hölzern sein: P3-Maske beim Schleifen unbedingt erforderlich.
Verfügbarkeit und Formate
Handelsübliche Formate: Schnittholz, Schnitzblöcke, Modellbaupaneele
Quellen
- Wood Database — Tilia species
- FPL Wood Handbook — Basswood properties
- Centro Studi Legno — Latifoglie tenere
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